Eckdaten

Übersicht :

Was uns ausmacht, was uns von anderen Schulen unterscheidet und wo Gemeinsamkeiten liegen – einige Eckdaten in Kürze:

Waldorf-Pädagogik

Gegründet im Jahr 1989 ist die Rudolf Steiner Schule Mönchengladbach eine Schule besonderer pädagogischer Prägung in nichtstaatlicher Trägerschaft. Unsere Pädagogik – die Waldorfpädagogik – basiert auf der von Rudolf Steiner begründeten Lehre der Anthroposophie. Gleichzeitig verfolgen und berücksichtigen wir die Erkenntnisse der modernen Erziehungswissenschaft. Das übergeordnete Ziel unserer pädagogischen Bemühungen: eine vielfältige, ganzheitliche Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu lebensbejahenden, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Persönlichkeiten.

Unterricht von Klasse 1 bis 13

Eines der prägenden Merkmale von Waldorfschulen ist die gemeinsame Entwicklung der SchülerInnen in einer stabilen sozialen Gruppe. Folgerichtig können sie ihre komplette Schullaufbahn bei uns absolvieren, von Klasse 1 bis 13. Es gibt kein Sitzenbleiben. Die SchülerInnen bleiben die ganze Schulzeit durch in der Lern- und Arbeitsgemeinschaft ihrer Jahrgangsklasse zusammen. Einzig für den Übergang in die Klassen 12 und 13 gelten besondere Zugangsbedingungen.

Sämtliche Abschlüsse möglich

Bei uns können alle staatlichen Abschlüsse erworben werden: der Hauptschulabschluss, die Fachoberschulreife nach Klasse 11, und – nach dem 13. Schuljahr – die allgemeine Hochschulreife als Zentralabitur sowie die Fachhochschulreife.

Darüber hinaus erwerben unsere SchülerInnen nach dem 12. Schuljahr einen besonderen Abschluss: den Waldorfabschluss. Hierfür müssen alle Schülerinnen und Schüler eine Jahresarbeit zu einem selbst gewählten Thema schreiben und vor der Schulgemeinschaft vorstellen. Das gemeinsam zur Aufführung gebrachte Klassenspiel gehört ebenso dazu wie der künstlerische Abschluss mit den Bestandteilen Musik, Bildhauerei, Malerei und Eurythmie, der in einem festlichen Rahmen stattfindet.

Epochenunterricht und Fachunterricht

Die Vermittlung und Förderung der praktischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Kenntnisse und Fertigkeiten findet an unserer Schule im Epochen- und Fachunterricht intensiv statt.

Im blockartig durchgeführten Epochenunterricht werden je nach Entwicklungsstand der Kinder folgende Fächer unterrichtet: Deutsch, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Formenzeichnen, Sach- und Heimatkunde, Geschichte, Kunstgeschichte, Bildhauerei, Malen und Zeichnen, Sozialkunde und Politik, Spanisch (in Klasse 8). Darüber hinaus werden auch eine Reihe von Praktika der verschiedenen Jahrgänge als Epoche durchgeführt. Auch die Klassenspiele in Klasse 8 und 12 werden in einer Epoche vorbereitet.

Im fortlaufend durchgeführten Fachunterricht werden unterrichtet: Englisch, Russisch, Spanisch (ab Klasse 9), Handarbeit, Gartenbau, Werken, Technik, Musik, Eurythmie, Sport, Malen, Mathematik, EDV, Mediengestaltung, Sozialwissenschaften, Religion, Berufswahlvorbereitung und der praktisch orientierte Lernbereich.

Ein großes Angebot an Aktivitäten gibt den SchülerInnen darüber hinaus viele Möglichkeiten, sich ihren individuellen Neigungen entsprechend auszuprobieren und weiterzuentwickeln.

Besondere Lernangebote

Unsere besonderen Angebote zur Förderung der kognitiven, praktischen und künstlerischen Fähigkeiten versuchen wir weitgehend in den täglichen Unterricht zu integrieren. Theateraufführungen in der 8. und 12. Klasse sind Standard bei uns. Seit einigen Jahren hat sich eine Musical-Aufführung der 5. Klasse etabliert. Daneben gibt es einen Mittelstufen- und einen Oberstufenchor sowie ein Orchester. Technik, Technisches Zeichnen, EDV, Mediengestaltung, Handarbeit, Gartenbau, Werken, Buchbinden, Kupfertreiben, Korbflechten, Kartonage, Malen, Plastizieren, Spinnen und Schneidern gehören zum Unterricht. Auch eine AG Veranstaltungstechnik ist mehrfach zustande gekommen. Darüber hinaus gibt es weitere Angebote zur kulturellen und sozialen Bildung wie z. B. Ausstellungs- und Theaterbesuche, Exkursionen und Umweltaktionen.

400 Schüler mit guten Aussichten

Zur Zeit unterrichten wir an unserer Schule rund 400 SchülerInnen. Dem ganzheitlichen Ansatz der Waldorfpädagogik folgend gliedern sich unsere Lehrinhalte in die drei Bereiche intellektuell-kognitiv, künstlerisch-kreativ und handwerklich-praktisch. Untersuchungen zufolge* ein sehr erfolgreicher Ansatz: Ehemalige Waldorf-Schüler besitzen nicht nur eine hohe soziale und kommunikative Kompetenz – überdurchschnittlich viele von ihnen sind in ihrem späteren Berufsleben auch überdurchschnittlich erfolgreich.

Eine Liste prominent gewordener ehemaliger Waldorfschüler ist im Internet auf der Seite die Waldorfs abgelegt:http://www.diewaldorfs.waldorf.net/listdt.html.

* Quelle: Absolventen von Waldorfschulen – Eine empirische Studie zu Bildung und Lebensgestaltung; Herausgeber: Heiner Barz und Dirk Randoll; VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007

Sieben Schulbuslinien und OGATA-Betreuung

Den Schülern der Unterstufe (der Klassen 1 bis 4) stehen bei uns sieben eigene Schulbuslinien zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es für sie vielfältige Betreuungsangebote im Rahmen der Offenen Ganztagsschule (OGATA). Jeden Tag bis 16:30 Uhr. Seit dem Schuljahr 2011/2012 gibt es ein weiteres Betreuungsangebot für Kinder der Klassen 5 bis 8, ebenfalls bis 16.30 Uhr.

Notfallplan und Amokalarmierung

Als erste Schule Mönchengladbachs haben wir 2007 bei der zuständigen Polizeidienststelle einen Notfallplan vorgelegt. Seit dem 1. August 2010 gibt es zudem eine per Funk auslösbare Amokalarmierung.

Ökologisches Denken und Handeln

Die Achtung vor der Schöpfung war von Beginn an ein wichtiges Ziel der Waldorfpädagogik. Folgerichtig ist unser Verhältnis zur Umwelt geprägt von dem Wunsch, sie zu schützen, im Großen wie im Kleinen.

Beispiele hierfür sind: die Bevorzugung umweltverträglicher Produkte und Materialen; wo immer möglich die Reduktion bzw. Vermeidung von Schadstoffen und Abfällen; die getrennte Sammlung und Entsorgung unterschiedlicher Müllsorten sowie die Kompostierung organischer Abfälle; die Beheizung der Schule mit Erdgas und der Einsatz moderner Brennwertkessel; die Verwendung von Energiesparlampen und die automatische Abschaltung nicht genutzter elektrischer Anlagen; im Sanitärbereich die Umsetzung verschiedener Wassersparmaßnahmen; im Außenbereich die weitestgehende Vermeidung versiegelter Flächen sowie die Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung des Gartens.